Mundschleimhaut­veränderungen in Hamburg: sicher erkennen und behandeln

Ich bin Dr. Stefan Triebswetter, Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Veränderungen der Mundschleimhaut sind häufig und meist harmlos – aber nicht immer. Manche sind Krebsvorstufen, die frühzeitig erkannt werden müssen. In meiner Praxis in Hamburg-Niendorf kläre ich jede Veränderung zuverlässig ab.

4,9 / 5 Sterne Fachzahnarzt für Oralchirurgie Biopsie und Histopathologie Sofortige Abklärung
Dr. Stefan Triebswetter – Mundschleimhautveränderungen Hamburg
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Biopsie unter Lokalanästhesie
Histopathologische Befundung
Dämmerschlaf möglich

Was sind Mundschleimhautveränderungen?

Die Mundschleimhaut kleidet Ihre gesamte Mundhöhle aus – Wangen, Lippen, Zunge, Mundboden, Zahnfleisch und Gaumen. Im gesunden Zustand ist sie blass-rosa, glatt und immer von Speichel feucht gehalten. Wenn sich dieses Bild verändert – zum Beispiel durch weiße oder rote Flecken, Knoten, Bläschen, raue Stellen oder offene Wunden –, sprechen wir von einer Mundschleimhautveränderung.1

Solche Veränderungen sind sehr häufig und in den meisten Fällen harmlos. Manchmal steckt aber eine ernstere Ursache dahinter – von einer Pilzinfektion über eine Autoimmunerkrankung bis hin zu einer Krebsvorstufe. Genau deshalb ist es wichtig, dass jede Veränderung, die nicht von selbst verschwindet, von einem Spezialisten untersucht wird.

In meiner Praxis für Oralchirurgie in Hamburg-Niendorf sehe ich täglich Patienten mit solchen Veränderungen. Meine Aufgabe: herausfinden, was dahintersteckt – und Ihnen das Ergebnis verständlich erklären.

Beratung Mundschleimhautveränderungen Hamburg

Die 2-Wochen-Regel

Jede Veränderung im Mund, die nach 2 Wochen nicht von selbst abgeheilt ist, sollte untersucht werden. Das gilt auch dann, wenn Sie keine Schmerzen haben. Denn gerade die Veränderungen, die nicht wehtun, können die gefährlichen sein. Mein Rat: Warten Sie nicht ab – lassen Sie lieber einmal zu viel nachschauen als einmal zu wenig.2

Warum verändert sich die Mundschleimhaut?

Unsere Mundschleimhaut ist ständig im Einsatz – beim Essen, Trinken, Sprechen. Bestimmte Einflüsse können sie aus dem Gleichgewicht bringen. Das sind die häufigsten Auslöser, die ich in meiner Praxis sehe:

Rauchen und Tabakkonsum

Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor. Rauchen schädigt die Mundschleimhaut direkt – bei Rauchern treten Verhornungsstörungen (weißliche, verdickte Stellen) sechsmal häufiger auf als bei Nichtrauchern. Auch das Risiko für Mundkrebs steigt deutlich.1

Alkoholkonsum

Alkohol greift die Schleimhaut an und macht sie durchlässiger für Schadstoffe. Besonders gefährlich: Wer raucht und regelmäßig Alkohol trinkt, hat ein um ein Vielfaches erhöhtes Risiko für bösartige Veränderungen im Mund.2

Dauerhafter Druck oder Reibung

Scharfe Zahnkanten, abgebrochene Füllungen oder eine schlecht sitzende Prothese – alles, was die Schleimhaut an derselben Stelle immer wieder reizt, kann dort zu Veränderungen führen. Die gute Nachricht: Diese Ursache lässt sich leicht beheben.

Viren und geschwächte Abwehr

Bestimmte Viren – vor allem sogenannte HP-Viren (HPV, humane Papillomaviren) – können Veränderungen in der Mundschleimhaut auslösen. Auch ein geschwächtes Immunsystem, etwa während einer Chemotherapie, macht die Schleimhaut anfälliger für Infektionen und Entzündungen.3

Auch Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, bestimmte Medikamente, Autoimmunerkrankungen und schlechte Mundhygiene können Veränderungen begünstigen. Deshalb frage ich bei jeder Untersuchung auch nach Ihrer Krankengeschichte und Ihren Medikamenten – das hilft mir, die Ursache einzugrenzen.

Häufige Mundschleimhautveränderungen

Die Mundschleimhaut kann auf ganz unterschiedliche Weise reagieren. Hier erkläre ich Ihnen die Veränderungen, die ich am häufigsten in meiner Praxis sehe – und was sie jeweils bedeuten:

Aphthen: schmerzhafte kleine Geschwüre

Fast jeder kennt sie: kleine, runde, schmerzhafte Stellen im Mund, die beim Essen und Trinken brennen. Das sind Aphthen – die häufigste entzündliche Veränderung der Mundschleimhaut. Sie sehen typischerweise so aus: ein weißlich-gelber Fleck mit rotem Rand, oft an der Wangeninnenseite, den Lippen oder der Zunge. Ich unterscheide drei Formen:4

Kleine Aphthen (Minoraphthen)

Kleiner als 1 cm, die häufigste Form. Sie tauchen schubweise auf und heilen nach etwa 1–2 Wochen von selbst ab, ohne Narben zu hinterlassen. Unangenehm, aber harmlos.

Große Aphthen (Majoraphthen)

Größer als 1 cm, tiefere Wunden. Sie können wochen- bis monatelang bestehen und hinterlassen beim Abheilen manchmal Narben. In seltenen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung nötig.

Es gibt noch eine dritte, seltene Form: herpetiforme Aphthen – viele winzige Geschwüre (unter 5 mm), die gleichzeitig auftreten und sehr schmerzhaft sind. Zur Behandlung von Aphthen setze ich betäubende Gele oder Spülungen ein. Bei schweren oder häufig wiederkehrenden Formen verordne ich entzündungshemmende Salben (sogenannte Kortisonsalben) oder in Ausnahmefällen Medikamente in Tablettenform.

Lichen planus: weißliche Streifen auf der Schleimhaut

Der Lichen planus (gesprochen: Lichen planus) ist eine entzündliche Erkrankung, bei der das eigene Immunsystem die Mundschleimhaut angreift. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen 30 und 65 Jahren. Typisches Bild: feine, netzartige weißliche Streifen – vor allem an der Wangeninnenseite. Viele Patienten bemerken es gar nicht. Wenn die Stellen aber gerötet sind, brennen oder schmerzen, behandle ich mit entzündungshemmenden Salben (Kortisonpräparate). Da ein Lichen planus langfristig bestehen kann, kontrolliere ich ihn regelmäßig.4

Pilzinfektionen (Mundsoor)

Weiße Beläge, die sich abwischen lassen und darunter gerötete, manchmal leicht blutende Schleimhaut zeigen – das ist ein typisches Zeichen für eine Pilzinfektion, meist durch den Hefepilz Candida albicans. Betroffen sind besonders Prothesenträger, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Patienten nach einer Antibiotika-Behandlung. Die Therapie ist unkompliziert: ein pilzhemmendes Medikament (Antimykotikum, ein Mittel gegen Pilze) als Gel oder Spülung, meist für 1–2 Wochen.

Herpes im Mund

Herpes-Viren können auch im Mund auftreten – als Erstinfektion mit schmerzhaften Bläschen und Fieber (besonders bei Kindern) oder als wiederkehrende kleine Bläschengruppen, zum Beispiel am Gaumen. Die Behandlung erfolgt mit antiviralen Medikamenten. Die meisten Fälle heilen innerhalb von 1–2 Wochen ab.

Fibrome und gutartige Knoten

Manchmal bildet sich im Mund ein fester, rundlicher Knoten – zum Beispiel an der Wangeninnenseite, der Lippe oder der Zunge. Oft handelt es sich um ein Fibrom: eine gutartige Gewebevermehrung, die durch anhaltenden Druck oder Reibung entsteht – etwa durch eine Prothese oder regelmäßiges Beißen auf dieselbe Stelle. Fibrome sind harmlos, können aber stören. Ich entferne sie unkompliziert unter örtlicher Betäubung in meiner Praxis.

Krebsvorstufen der Mundschleimhaut: was Sie wissen sollten

Dieser Abschnitt ist mir besonders wichtig. Im Mund können sich Veränderungen bilden, die noch kein Krebs sind, aber das Potenzial haben, sich dazu zu entwickeln. In der Medizin sprechen wir dann von einer Präkanzerose (Krebsvorstufe, also eine Gewebeveränderung, die sich zu Krebs entwickeln kann). Etwa 5 von 100 Krebserkrankungen betreffen den Kopf-Hals-Bereich – und der häufigste Ort dafür ist die Mundhöhle. Die gute Nachricht: Wenn eine Krebsvorstufe frühzeitig erkannt wird, lässt sie sich in der Regel gut behandeln.2

Leukoplakie: weißer Fleck, der nicht abwischbar ist

Stellen Sie sich einen weißen Fleck an der Wangeninnenseite oder am Zungenrand vor, der sich nicht abwischen lässt – anders als zum Beispiel ein Pilzbelag. Das kann eine Leukoplakie sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sie als weiße Schleimhautveränderung, die keiner anderen Erkrankung zugeordnet werden kann.5

Ich unterscheide zwei Formen: Gleichmäßig weiße Leukoplakien (die häufigere, weniger riskante Form, ca. 90 % der Fälle) und unregelmäßige Leukoplakien mit höckeriger oder gemischter Oberfläche (ca. 10 %, höheres Risiko). Laut wissenschaftlichen Studien entwickelt sich aus 3–8 von 100 Leukoplakien innerhalb von 5 Jahren tatsächlich Krebs.6

Deshalb gilt: Jede Leukoplakie muss untersucht und mit einer Gewebeprobe (Biopsie) abgeklärt werden – nur so können wir sicher feststellen, ob die Zellen bereits verändert sind.

Erythroplakie: roter Fleck als Warnsignal

Während Leukoplakien weiß sind, fallen Erythroplakien durch auffällig rote, samtartige Flecken auf der Mundschleimhaut auf – zum Beispiel am Mundboden, am Zungenrand oder an der Wangeninnenseite. Das Tückische: Sie verursachen meist keine Schmerzen und werden deshalb oft übersehen.

Erythroplakien haben ein noch höheres Krebsrisiko als Leukoplakien. Wenn ich eine solche Veränderung bei Ihnen finde, entnehme ich in jedem Fall eine Gewebeprobe, um das Gewebe unter dem Mikroskop untersuchen zu lassen.2

Wichtiger Grundsatz

Jede Mundschleimhautveränderung gilt zunächst als verdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist. Wenn sich eine Veränderung innerhalb von 2 Wochen nicht deutlich zurückbildet, ist eine Gewebeprobe notwendig – damit wir sicher wissen, was dahintersteckt.2

Dr. Stefan Triebswetter – Oralchirurg Hamburg

Warum zur Abklärung zum Oralchirurgen?

Als Fachzahnarzt für Oralchirurgie operiere ich täglich in der Mundhöhle – die Mundschleimhaut ist buchstäblich mein tägliches Arbeitsfeld. Ich kenne ihre vielen Varianten, sehe sie unter optimalen Lichtverhältnissen und erkenne Abweichungen oft auf den ersten Blick.

Der übliche Weg: Ihr Zahnarzt entdeckt bei einer Kontrolle eine Veränderung, die er genauer untersuchen lassen möchte – und überweist Sie zu mir. Ich schaue mir die Stelle an, mache bei Bedarf Fotos, entnehme falls nötig eine Gewebeprobe unter örtlicher Betäubung und bespreche das Ergebnis anschließend persönlich mit Ihnen. Alles unter einem Dach, ohne lange Wartezeiten.

Fachzahnarzt für Oralchirurgie Biopsie und Histopathologie Mitglied DGZMK und BDO Kieferchirurgie seit 1995

Wie ich Mundschleimhautveränderungen untersuche

Damit ich Ihnen sagen kann, was hinter einer Veränderung steckt, gehe ich in drei Schritten vor:

1. Gründliches Anschauen

Ich untersuche Ihre gesamte Mundhöhle systematisch bei guter Beleuchtung: Wangen, Zunge (auch die Unterseite), Mundboden, Gaumen und Zahnfleisch. Dabei achte ich auf Farbe, Oberfläche und Konsistenz jeder auffälligen Stelle.

2. Fotos machen

Ich fotografiere die Veränderung. So kann ich sie Ihnen zeigen und erklären. Und wenn wir die Stelle bei einer Kontrolle erneut anschauen, können wir genau vergleichen, ob sich etwas verändert hat.

3. Gewebeprobe (Biopsie)

Wenn eine Veränderung verdächtig aussieht, entnehme ich unter örtlicher Betäubung ein kleines Stück Gewebe – das ist die sogenannte Biopsie. Ein Spezialist (Pathologe, Facharzt für Gewebeuntersuchung) untersucht das Gewebe dann unter dem Mikroskop. Das Ergebnis erhalte ich in der Regel nach 7–10 Tagen.2

Ihr Ablauf in fünf Schritten: von der Untersuchung zur Diagnose

Ich erkläre Ihnen bei jedem Schritt, was ich mache und warum. Ich erkläre Ihnen alles verständlich.

1
15 Min.

Gespräch führen und Krankengeschichte erheben

Zuerst sprechen wir. Ich frage nach Ihren Beschwerden, Medikamenten, Vorerkrankungen und ob Sie rauchen. All das hilft mir, die Veränderung richtig einzuordnen.

2
10 Min.

Mund untersuchen

Ich schaue mir Ihre gesamte Mundhöhle gründlich an – bei guter Beleuchtung, systematisch. Auffällige Stellen fotografiere ich, damit wir sie gemeinsam besprechen und bei späteren Kontrollen vergleichen können.

3
10 Min.

Erklären und besprechen

Ich erkläre Ihnen, was ich sehe – anhand der Fotos, verständlich und ohne Fachchinesisch. Gemeinsam besprechen wir, ob eine Gewebeprobe sinnvoll ist oder ob wir erstmal beobachten.

4
15–20 Min.

Gewebeprobe (falls nötig)

Wenn eine Biopsie notwendig ist, betäube ich die Stelle örtlich – Sie spüren keinen Schmerz. Je nach Befund entferne ich die gesamte Veränderung oder nur ein kleines Stück. Anschließend nähe ich die Stelle und gebe Ihnen Tipps für die Nachsorge.

5
nach 7–10 Tagen

Ergebnis besprechen und nächste Schritte planen

Sobald der Laborbefund vorliegt, bespreche ich das Ergebnis persönlich mit Ihnen. Das kann eine Entwarnung sein, eine medikamentöse Behandlung, eine Entfernung oder regelmäßige Kontrollen – je nachdem, was das Gewebe zeigt.

Wie werden Mundschleimhautveränderungen behandelt?

Die Behandlung hängt davon ab, was die Ursache ist. In meiner Praxis decke ich das gesamte Spektrum ab:

Behandlung mit Medikamenten

Bei einer Pilzinfektion verschreibe ich ein Mittel gegen Pilze (Antimykotikum, ein Mittel gegen Pilze), bei Herpes ein antivirales Medikament, bei Lichen planus oder hartnäckigen Aphthen eine entzündungshemmende Salbe (Kortisonsalbe). Welches Mittel das richtige ist, bespreche ich individuell mit Ihnen.

Chirurgische Entfernung

Verdächtige oder störende Veränderungen entferne ich operativ unter örtlicher Betäubung – zum Beispiel Krebsvorstufen wie Leukoplakien, aber auch gutartige Knoten wie Fibrome oder kleine Schleimhautzysten (Mukozelen, mit Speichel gefüllte Bläschen). Der Eingriff ist in der Regel unkompliziert und ambulant.

Regelmäßige Kontrollen

Manche Veränderungen – zum Beispiel ein Lichen planus oder eine bereits behandelte Krebsvorstufe – begleite ich langfristig mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und Fotos. Die Abstände passe ich individuell an: mal alle 3 Monate, mal halbjährlich.

Zusammenarbeit mit Spezialisten

Stellt sich heraus, dass eine Veränderung bösartig ist, überweise ich Sie zeitnah an eine spezialisierte Klinik für die weitere Behandlung. Bei Hauterkrankungen, die sich auch im Mund zeigen, arbeite ich eng mit Hautärzten (Dermatologen) zusammen.

Vorsorge: so schützen Sie Ihre Mundschleimhaut

Viele Mundschleimhauterkrankungen sind vermeidbar. Diese vier Empfehlungen gebe ich jedem meiner Patienten:

1.Regelmäßige Kontrolle

Nutzen Sie die halbjährliche Zahnarzt-Kontrolle zur Mundschleimhaut-Inspektion. Die meisten Veränderungen lassen sich so frühzeitig erkennen – lange bevor Beschwerden auftreten.2

2.Tabak und Alkohol reduzieren

Rauchen aufgeben und Alkoholkonsum weitgehend reduzieren. Nikotin und Alkohol gelten insbesondere in Kombination als Hauptrisikofaktoren für bösartige Veränderungen.

3.Mundhygiene pflegen

Sorgfältige, regelmäßige Mundhygiene mit weicher Zahnbürste. Defekte Füllungen und scharfe Zahnkanten zeitnah vom Zahnarzt korrigieren lassen.

4.Ausgewogene Ernährung

Frisches Gemüse, Salat, Nüsse, Fisch und Olivenöl – mediterrane Ernährung unterstützt die Mundgesundheit und stärkt die Immunabwehr.

Das sagen unsere Patienten

Ihre Fragen zu Mundschleimhautveränderungen

Was sind Mundschleimhautveränderungen?

Einfach gesagt: Wenn sich die Haut in Ihrem Mund sichtbar verändert – zum Beispiel durch Verfärbungen, raue Stellen, Bläschen, Knoten oder offene Wunden –, dann ist das eine Mundschleimhautveränderung. Das kann an Wangen, Lippen, Zunge, Zahnfleisch oder am Gaumen auftreten. Die Ursachen reichen von harmlosen Reizungen bis hin zu Krebsvorstufen – deshalb sollte jede Veränderung abgeklärt werden.

Wie erkenne ich eine gefährliche Veränderung im Mund?

Achten Sie auf: weiße oder rote Flecken, die länger als 2 Wochen bestehen; Wunden, die nicht abheilen; harte Stellen oder Knoten; Schwellungen ohne erkennbare Ursache. Das Tückische: Viele gefährliche Veränderungen verursachen anfangs keine Schmerzen. Mein Rat: Lieber einmal zu viel nachschauen lassen als einmal zu wenig.

Was ist die 2-Wochen-Regel?

Die 2-Wochen-Regel ist eine wichtige Faustregel in der Medizin: Wenn eine Veränderung im Mund nach 2 Wochen nicht deutlich besser wird oder ganz verschwindet, sollte sie genauer untersucht werden – in der Regel durch eine Gewebeprobe. Diese Regel hilft uns, Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen.

Was ist eine Leukoplakie und ist sie gefährlich?

Eine Leukoplakie ist ein weißer Fleck auf der Mundschleimhaut, der sich nicht abwischen lässt. Sie gilt als mögliche Krebsvorstufe. In den meisten Fällen bleibt sie harmlos, aber in 3–8 von 100 Fällen kann sich innerhalb von 5 Jahren tatsächlich Krebs daraus entwickeln. Deshalb wird jede Leukoplakie mit einer Gewebeprobe abgeklärt – so wissen wir sicher, wie die Zellen aussehen.

Wie läuft eine Biopsie ab – tut das weh?

Die Stelle wird vorher örtlich betäubt – genau wie bei einer Zahnfüllung. Während der Entnahme spüren Sie keinen Schmerz. Je nach Situation entferne ich entweder die gesamte Veränderung (dann ist sie gleichzeitig weg) oder nur ein kleines Stück zur Untersuchung. Die Probe wird ins Labor geschickt und dort unter dem Mikroskop untersucht. Nach 7–10 Tagen habe ich das Ergebnis und bespreche es mit Ihnen.

Sind Aphthen ein Anzeichen für Krebs?

Nein. Aphthen sind schmerzhafte, aber harmlose Entzündungen, die normalerweise nach 1–2 Wochen von selbst abheilen. Sie haben nichts mit Krebs zu tun. Allerdings: Wenn eine vermeintliche Aphthe ungewöhnlich groß ist, merkwürdig aussieht oder nicht abheilt, sollte man genauer hinschauen – dann könnte eine andere Ursache dahinterstecken.

Welche Risikofaktoren begünstigen Mundkrebs?

Die beiden Hauptrisikofaktoren sind Rauchen und Alkohol – besonders in Kombination steigt das Risiko stark an. Weitere Faktoren: bestimmte Viren (HPV), dauerhafter Druck durch scharfe Zahnkanten oder schlecht sitzende Prothesen, vernachlässigte Mundhygiene und familiäre Veranlagung. Die gute Nachricht: Wer mit dem Rauchen aufhört und regelmäßig zur Kontrolle geht, kann sein Risiko deutlich senken.

Wann sollte ich mit einer Veränderung im Mund zum Arzt?

Am besten sofort, wenn Ihnen etwas auffällt: ein weißer oder roter Fleck, eine Schwellung, eine nicht heilende Wunde, Taubheitsgefühl oder Blutungen ohne erkennbare Ursache. Grundsätzlich gilt: Alles, was nach 2 Wochen nicht weg ist, sollte untersucht werden. Und wenn Sie unsicher sind – kommen Sie lieber einmal vorbei. Dafür bin ich da.

Was kostet die Untersuchung von Mundschleimhautveränderungen?

Die klinische Untersuchung und die Biopsie sind bei medizinischer Indikation Kassenleistungen der GKV. Auch die histopathologische Untersuchung übernehmen die Krankenkassen. Kosten bespreche ich immer vorab mit Ihnen.

Kann ein Oralchirurg Mundschleimhautveränderungen behandeln?

Ja – die Diagnostik und Behandlung von Mundschleimhautveränderungen gehört zum Kernbereich der Oralchirurgie. Als Fachzahnarzt für Oralchirurgie bin ich auf chirurgische Eingriffe in der Mundhöhle spezialisiert. Biopsien, Exzisionen und die Entfernung von Schleimhautveränderungen führe ich routinemäßig unter Lokalanästhesie durch.

Mundschleimhaut-Sprechstunde in Hamburg-Niendorf

Kieferchirurgie Niendorf

Dr. Triebswetter & Kollegen

Kollaustraße 239

22453 Hamburg

040 – 589 77 89 0

Öffnungszeiten

Mo – Do8:00 – 18:00 UhrFreitag8:30 – 14:00 Uhr

Anfahrt

U-Bahn: U2 bis Niendorf Markt, 3 Min. Fußweg · Auto: Kostenfreie Parkplätze vor dem Haus. Gut erreichbar aus Eimsbüttel, Lokstedt, Stellingen und Schnelsen.

Wissenschaftliche Quellen zu Mundschleimhautveränderungen (6)

  1. 1
    Reichart, P. A. & Philipsen, H. P. (1999). Oralpathologie (Farbatlanten der Zahnmedizin, Bd. 14). Thieme. ISBN: 978-3-13-103441-0
  2. 2
    Leitlinienprogramm Onkologie (DGMKG, DGHNO-KHC, DKG). (2021). S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms (Version 3.0, AWMF-Reg.-Nr. 007/100OL). Gültig bis 01.03.2026. leitlinienprogramm-onkologie.de
  3. 3
    Syrjänen, S. (2018). Oral manifestations of human papillomavirus infections. European Journal of Oral Sciences, 126(Suppl. 1), 49–66. https://doi.org/10.1111/eos.12538
  4. 4
    Al-Hashimi, I., Schifter, M., Lockhart, P. B., Wray, D., Brennan, M., Migliorati, C. A., Axéll, T., Bruce, A. J., Carpenter, W., Eisenberg, E., Epstein, J. B., Holmstrup, P., Jontell, M., Lozada-Nur, F., Nair, R., Silverman, B., Thongprasom, K., Thornhill, M., Warnakulasuriya, S. & van der Waal, I. (2007). Oral lichen planus and oral lichenoid lesions: Diagnostic and therapeutic considerations. Oral Surgery, Oral Medicine, Oral Pathology, Oral Radiology, and Endodontology, 103(Suppl.), S25.e1–S25.e12. https://doi.org/10.1016/j.tripleo.2006.11.023
  5. 5
    Warnakulasuriya, S., Johnson, N. W. & van der Waal, I. (2007). Nomenclature and classification of potentially malignant disorders of the oral mucosa. Journal of Oral Pathology & Medicine, 36(10), 575–580. https://doi.org/10.1111/j.1600-0714.2007.00582.x
  6. 6
    Warnakulasuriya, S. & Ariyawardana, A. (2016). Malignant transformation of oral leukoplakia: A systematic review of observational studies. Journal of Oral Pathology & Medicine, 45(3), 155–166. https://doi.org/10.1111/jop.12339

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Ob Ihnen selbst eine Stelle aufgefallen ist oder Ihr Zahnarzt Sie zur Abklärung geschickt hat: Ich schaue mir die Veränderung an und erkläre Ihnen, was ich sehe.

Dr. Stefan Triebswetter

Fachzahnarzt für Oralchirurgie · Kieferchirurgie seit 1995

Medizinisch geprüft am 18. März 2026 von Dr. Stefan Triebswetter, Fachzahnarzt für Oralchirurgie.