Kiefergelenkserkrankungen und Funktionsanalyse Hamburg
Kiefergelenkserkrankungen und Funktionsanalyse in Hamburg: Diagnose, Therapie, Schmerzfreiheit
Ich bin Dr. Stefan Triebswetter, Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Wenn Ihr Kiefergelenk schmerzt, knackt oder sich nicht richtig öffnen lässt – dann sind Sie bei mir richtig. In meiner Kieferchirurgie in Hamburg-Niendorf diagnostiziere und behandle ich das gesamte Spektrum der Kiefergelenkserkrankungen: von der Funktionsanalyse über die Schienentherapie bis zur minimalinvasiven Arthrozentese.

Grundlagen
Was sind Kiefergelenkserkrankungen (CMD)?
Kiefergelenkserkrankungen, auch als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet, umfassen alle schmerzhaften und nicht-schmerzhaften Beschwerden, die von den Kiefergelenken, der Kaumuskulatur oder dem Zusammenspiel von Zähnen, Muskeln und Gelenken ausgehen.1
Das craniomandibuläre System besteht aus den Kiefergelenken, der Kaumuskulatur und den Zähnen des Ober- und Unterkiefers. Bereits kleine Störungen in diesem fein abgestimmten System – etwa ein zu hoher Zahnersatz, eine Zahnfehlstellung oder nächtliches Knirschen – können zu erheblichen Beschwerden führen.
Dabei muss ich als Oralchirurg sorgfältig unterscheiden zwischen funktionellen Störungen (Muskelprobleme, Fehlbiss, Bruxismus) und eigentlichen Erkrankungen des Kiefergelenks (Arthrose, Diskusverlagerung, Arthritis). Denn die Behandlung richtet sich grundlegend nach der Ursache.

Funktionelle Störung vs. Gelenkerkrankung – der Unterschied
Bei einer funktionellen Störung liegt das Problem in der Kaumuskulatur oder im Zusammenbiss – das Gelenk selbst ist gesund. Typisch: Muskelverspannungen, Bruxismus, Fehlbiss. Die Therapie ist meist konservativ (Schiene, Physiotherapie). Bei einer Gelenkerkrankung ist das Kiefergelenk selbst betroffen: Knorpelverschleiß (Arthrose), Verschiebung der Gelenkscheibe (Diskusverlagerung) oder Entzündung (Arthritis). Hier kommen neben konservativen Maßnahmen auch minimalinvasive Verfahren wie die Arthrozentese zum Einsatz.
Symptome
Woran erkenne ich eine Kiefergelenkerkrankung?
CMD-Beschwerden sind vielfältig und ordnen Betroffene häufig nicht sofort dem Kiefergelenk zu. Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome bemerken, sollten Sie eine Abklärung in Betracht ziehen:
Kiefergelenkschmerzen
Schmerzen vor dem Ohr, beim Kauen, Gähnen oder weiten Öffnen des Mundes.
Knacken oder Knirschen
Hör- oder spürbare Geräusche im Kiefergelenk bei Mundbewegungen.
Mundöffnungsstörung
Eingeschränkte oder asymmetrische Mundöffnung, Kiefersperre oder -klemme.
Kopf- und Gesichtsschmerzen
Chronische Kopfschmerzen, Schläfenschmerzen, Gesichtsschmerz – häufig fehldiagnostiziert.
Nacken- und Rückenschmerzen
Über muskuläre Funktionsketten können CMD-Beschwerden in den Nacken und Rücken ausstrahlen.
Ohrgeräusche (Tinnitus)
Ohrensausen oder Druckgefühl im Ohr, das von Kiefergelenkproblemen herrühren kann.
Ursachen
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen für Kiefergelenksbeschwerden sind vielfältig. Oft liegt eine Kombination mehrerer Faktoren vor:
Bruxismus (Zähneknirschen)
Nächtliches oder tagbewusstes Pressen und Knirschen überlastet Muskeln und Gelenke. Eine der häufigsten Ursachen für CMD.2
Fehlbiss (Malokklusion)
Wenn Ober- und Unterkiefer nicht korrekt aufeinander treffen, verändert sich die Gelenkposition. Ursachen: fehlende Zähne, zu hohe Füllungen, mangelhafter Zahnersatz.
Stress und psychische Belastung
Stress führt häufig zu unbewusstem Pressen der Kiefer. Psychogener Bruxismus ist eine der häufigsten Ursachen für myofasziale Schmerzsyndrome.
Trauma und Verletzung
Ein Schlag auf den Kiefer, ein Unfall oder auch eine zu weite Mundöffnung bei der Zahnbehandlung können Gelenkstrukturen schädigen.
Degenerative Veränderungen
Arthrose des Kiefergelenks – alters- oder belastungsbedingter Knorpelverschleiß – ist eine häufige Ursache bei älteren Patienten.
Systemische Erkrankungen
Rheumatoide Arthritis, Gicht oder andere Autoimmunerkrankungen können das Kiefergelenk mitbetreffen.
Krankheitsbilder
Welche Kiefergelenkserkrankungen behandeln wir?
In meiner Kieferchirurgie in Hamburg-Niendorf diagnostiziere und behandle ich ein breites Spektrum an Kiefergelenksbeschwerden – von der muskulären Verspannung bis zur Gelenkpathologie:
Myofasziales Schmerzsyndrom
Die häufigste CMD-Form: Schmerzen und Verspannungen der Kaumuskulatur ohne strukturelle Gelenkschädigung. Ausgelöst durch Bruxismus, Stress oder Fehlbiss. Therapie: Aufbissschiene, Physiotherapie, ggf. Botulinumtoxin.3
Diskusverlagerung
Die Gelenkscheibe (Discus articularis) ist aus ihrer normalen Position verschoben. Mit Reposition: Knackgeräusch beim Öffnen, Scheibe springt zurück. Ohne Reposition: Mundöffnung plötzlich eingeschränkt (Kieferklemme). Therapie: Schiene, Physiotherapie, bei Therapieresistenz Arthrozentese.
Kiefergelenkarthrose
Degenerativer Knorpelverschleiß des Kiefergelenks. Krepitationsgeräusche (Reib- und Knirschgeräusche), belastungsabhängige Schmerzen. Therapie: Schiene, Analgesie, bei schwerer Destruktion Arthrozentese. Bei Therapieresistenz Überweisung an MKG-Chirurgie.4
Kiefergelenkarthritis
Entzündliche Gelenkerkrankung – rheumatisch, infektiös oder posttraumatisch. Schwellung, Rötung, Schmerzen in Ruhe. Therapie: Medikamentös (NSAR, ggf. DMARDs (Basistherapeutika gegen Rheuma)), Arthrozentese. Bei schwerer Destruktion Überweisung an MKG-Chirurgie.
Ankylose (Gelenkversteifung)
Bindegewebige oder knöcherne Verwachsung im Gelenk, die die Mundöffnung massiv einschränkt. Seltene, aber schwere Erkrankung. Therapie: Erfordert eine chirurgische Behandlung in einer spezialisierten MKG-Klinik – bei Verdacht überweise ich Sie gezielt weiter.
Bruxismus (Zähneknirschen)
Nicht nur Ursache, sondern eigenständiges Krankheitsbild. Kann Zahnhartsubstanz zerstören, Muskelschmerzen und Gelenkschäden verursachen. Therapie: Knirscherschiene, Verhaltenstherapie, Biofeedback.2
Diagnostik
Die Funktionsanalyse: präzise Diagnostik als Fundament
Die Funktionsanalyse ist das wichtigste diagnostische Werkzeug bei Kiefergelenksbeschwerden. Sie zeigt mir exakt, wie Ihre Kiefergelenke, Ihre Kaumuskulatur und Ihr Zusammenbiss funktionieren – oder wo Störungen liegen. Erst auf Basis dieser Analyse kann ich eine gezielte Therapie planen.
Klinische Funktionsanalyse (manuell)
Gezielte Befragung zu Schmerzen, Geräuschen, Belastungssituationen, Stress, Vorerkrankungen.
Abtasten der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke auf Druckschmerz und Verspannungen.
Messung der Mundöffnung, Seitwärtsbewegung, Abweichungen und Geräusche.
Prüfung des Zusammenbisses mit Färbefolien – Frühkontakte, Schlifffacetten, Zahnkontakte.
Instrumentelle Funktionsanalyse
Übertragung der individuellen Kiefergelenkposition in einen Artikulator – Ihr Kausystem außerhalb des Mundes nachgebildet.
Simulation Ihrer Kieferbewegungen am Modell – zeigt präzise, wo Störungen im Zusammenbiss liegen.
Digitale Aufzeichnung der Unterkieferbewegungen für maximale Genauigkeit.
Bei Verdacht auf knöcherne Veränderungen – dreidimensionale Darstellung der Gelenkstrukturen.
Therapie
Unser Behandlungsspektrum: konservativ und minimalinvasiv
Die Therapie von Kiefergelenkserkrankungen folgt einem Stufenschema: Wir beginnen immer konservativ und steigern die Behandlungsintensität nur, wenn es medizinisch notwendig ist. Sollte eine weiterführende chirurgische Behandlung erforderlich sein, überweise ich Sie gezielt an eine spezialisierte MKG-Klinik.5
Stufe 1
Konservative Therapie
Aufbissschiene (Michigan-Schiene), Physiotherapie, Schmerzmittel (NSAR, nichtsteroidale Antirheumatika), Muskelrelaxation, Verhaltensberatung
›Stufe 2
Minimalinvasiv
Arthrozentese (Gelenkspülung), Injektionen (Hyaluronsäure, Kortison, Botulinumtoxin)
Aufbissschiene (Michigan-Schiene)
Die Aufbissschiene ist das Fundament der konservativen CMD-Therapie. Ich fertige sie individuell aus Kunststoff an. Sie bewirkt eine Entlastung der Kiefergelenke, eine Reduktion der Muskelaktivität und eine Verbesserung der Gelenkposition. Die Michigan-Schiene bedeckt alle Zähne und erzeugt eine flache Kontaktebene, die Parafunktionen (schädliche Gewohnheiten wie Knirschen und Pressen) unterbricht.6
Arthrozentese (Gelenkspülung)
Bei der Arthrozentese führe ich unter lokaler Betäubung zwei dünne Nadeln in das Kiefergelenk ein. Ich spüle das Gelenk mit steriler Lösung, um Entzündungsmediatoren, Knorpelfragmente und Adhäsionen (Verwachsungen) zu entfernen. Anschließend kann Hyaluronsäure (ein Gelenkschmiermittel) injiziert werden. Dieses minimalinvasive Verfahren ist besonders wirksam bei akuter Diskusverlagerung ohne Reposition und bei Arthrose.4

Ihr Chirurg
Warum zum Kieferchirurgen bei CMD?
Kiefergelenksbeschwerden erfordern eine sorgfältige Differenzialdiagnose: Ist es ein Muskelproblem? Eine Gelenkschädigung? Eine systemische Erkrankung? Als Fachzahnarzt für Oralchirurgie bringe ich die Erfahrung mit, die es braucht, um auch komplexe Fälle einzuordnen – und die richtige Therapie einzuleiten.
Viele Zahnärzte aus Hamburg überweisen ihre CMD-Patienten gezielt zu mir, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder der Verdacht auf eine strukturelle Gelenkpathologie besteht.
Schritt für Schritt
So läuft Ihre Behandlung ab
In fünf Schritten führe ich Sie von der Erstberatung bis zur Nachsorge. Ich erkläre Ihnen jeden Schritt.
Beraten und Anamnese erheben
Ich höre Ihnen zu: Welche Beschwerden haben Sie? Seit wann? Was verstärkt sie? Gemeinsam besprechen wir Ihre Krankengeschichte, Stressfaktoren und Vorbehandlungen.
Funktion analysieren (klinisch und instrumentell)
Ich taste die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke ab, messe Ihre Mundöffnung, prüfe den Zusammenbiss und übertrage Ihre Kiefersituation in den Artikulator. Bei Bedarf erstelle ich ein DVT (3D-Röntgen).
Diagnostizieren und Therapie planen
Auf Basis der Diagnostik erkläre ich Ihnen den Befund und stelle einen individuellen Therapieplan auf: Schiene? Physiotherapie? Medikamente? Arthrozentese? Oder ist eine Überweisung an eine spezialisierte Klinik sinnvoll?
Behandeln
Die Therapie richtet sich nach der Diagnose: Anfertigung einer individuellen Aufbissschiene, Physiotherapie-Verordnung, medikamentöse Therapie oder – wenn nötig – eine minimalinvasive Arthrozentese.
Nachsorgen und kontrollieren
Regelmäßige Kontrollen zeigen, ob die Therapie anschlägt. Ich justiere die Schiene bei Bedarf nach. Nach einer Arthrozentese: Kontrolle nach 1 Woche und 4 Wochen.
Schmerzfreiheit
Betäubung bei Kiefergelenksbehandlungen
Konservative Maßnahmen (Funktionsanalyse, Schieneneinstellung) sind schmerzfrei. Für die Arthrozentese bieten wir:

Viele Patienten kommen zu mir, nachdem sie eine lange Odyssee hinter sich haben – vom Zahnarzt zum HNO-Arzt, vom Orthopäden zum Neurologen. viele Ärzte diagnostizieren Kiefergelenksbeschwerden nicht korrekt. Mein Anspruch: Ich höre Ihnen zu, untersuche gründlich und sage Ihnen, was ich finde – und was wir tun können.
Fachzahnarzt für Oralchirurgie · Kieferchirurgie seit 1995
Kosten
Kosten und Kostenübernahme
Kassenleistung (GKV)
Privatleistungen (GOZ)
Private Krankenversicherungen erstatten Funktionsanalyse und Schienentherapie in der Regel vollständig. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Arthrozentese und die Basisdiagnostik – die Funktionsanalyse und Schiene sind jedoch Privatleistungen. Ich berate Sie vorab über die zu erwartenden Kosten.
Patientenstimmen
Das sagen unsere Patienten
Schon der erste Kontakt war ausgesprochen positiv. Frau Richter am Empfang ist eine unglaublich freundliche, zuvorkommende, hilfsbereite und kompetente Sprechstundenhilfe. Sie hat mich sowohl vor Ort als auch telefonisch vorab und auch postoperativ sehr gut beraten, informiert und betreut. Das hat mir in einer für mich wirklich schwierigen Situation enorm geholfen und viel Sicherheit gegeben.
Der eigentliche Eingriff bei Frau Dr. Sistenich war ebenfalls sehr gut.
Im Vorfeld hatte ich durchaus Angst, insbesondere davor, dass die Lokalanästhesie eventuell nicht richtig wirken könnte und ich erneut ähnlich starke Schmerzen wie zuvor bei der abzessartigen Entzündung am Nerv erleben müsste, die letztlich auch der Grund für den Eingriff war.
Diese Sorge hat sich jedoch absolut nicht bestätigt. Die Betäubung wurde perfekt gesetzt. Natürlich ist so eine Behandlung nicht angenehm, aber ich habe es mir deutlich schlimmer vorgestellt. Frau Dr. Sistenich war sehr ruhig, freundlich, empathisch und professionell, sodass ich mich während des gesamten Eingriffs gut aufgehoben gefühlt habe.
Vielen Dank an das gesamte Team für die tolle Betreuung. Ich kann diese Praxis wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen.
Gestern wurden mir von Dr. Hildebrandt zwei Backenzähne entfernt - in Narkose, da ich Angstpatientin bin.
Termin super pünktlich gestartet, sehr, sehr nettes Personal am Empfang und der Narkosearzt war sehr emphatisch und hat alles toll erklärt.
Dr. Hildebrandt hat wirklich unglaublich gute Arbeit geleistet. Zwei Zähne aus der hintersten Ecke raus genommen, KEINE Schmerzen, nachdem die Betäubung abgeklungen war, keine Schwellung - nix! Er hat wahrlich ein Wunder vollbracht und mir somit noch einmal mehr ein Stück weit die Angst vor Zahnbehandlungen genommen.
Danke an das komplette Team!
Ich werde euch definitiv weiter empfehlen!!!
Häufige Fragen
Häufig gestellte Fragen zu Kiefergelenkserkrankungen und Funktionsanalyse
Kiefergelenkserkrankungen, auch Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) genannt, umfassen alle Beschwerden, die von den Kiefergelenken, der Kaumuskulatur oder dem Zusammenspiel von Zähnen, Muskeln und Gelenken ausgehen. Dazu zählen Kiefergelenkschmerzen, Knackgeräusche, eingeschränkte Mundöffnung, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen. CMD ist nach Karies und Parodontitis die dritthäufigste zahnmedizinische Erkrankung.
Typische Symptome sind: Schmerzen im Kiefergelenkbereich (vor dem Ohr), Knacken oder Knirschen bei Kieferbewegungen, eingeschränkte Mundöffnung, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Nacken- und Schulterverspannungen. Oft ordnen Betroffene CMD-Beschwerden nicht sofort dem Kiefergelenk zu.
Die Funktionsanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das untersucht, wie Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zusammenbiss funktionieren. Sie besteht aus einer klinischen Untersuchung (Abtasten, Bewegungsanalyse, Okklusionsprüfung) und einer instrumentellen Analyse (Gesichtsbogen, Artikulator, ggf. DVT). Erst die Funktionsanalyse zeigt, ob die Beschwerden muskulär, gelenkbedingt oder durch den Zusammenbiss verursacht werden – und ist damit die Grundlage jeder gezielten Therapie.
Die Funktionsanalyse ist eine Privatleistung. Ich rechne sie nach der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) abgerechnet: Die klinische Funktionsanalyse nach GOZ 8000, die instrumentelle nach GOZ 8010. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in der Regel vollständig. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Funktionsanalyse nicht – wohl aber die Arthrozentese bei medizinischer Indikation.
Ja. Die Aufbissschiene (Michigan-Schiene) ist das Fundament der konservativen CMD-Therapie. Sie entlastet die Kiefergelenke, reduziert die Muskelaktivität und unterbricht Parafunktionen wie Knirschen und Pressen. Bei der Mehrheit der CMD-Patienten führt eine korrekt eingestellte Schiene in Kombination mit Physiotherapie zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden.
Wenn Schienentherapie, Physiotherapie und Arthrozentese keine ausreichende Besserung bringen, kann eine weiterführende chirurgische Behandlung erforderlich sein – z. B. eine Arthroskopie oder in seltenen Fällen eine offene Gelenkoperation. Diese Eingriffe führe ich nicht selbst durch, sondern überweise Sie gezielt an eine spezialisierte MKG-Klinik. Ich begleite den Prozess und koordiniere die Nachsorge.
Ja. Psychischer Stress ist einer der häufigsten Auslöser für Bruxismus (Zähneknirschen und -pressen) und myofasziale Schmerzsyndrome. Die unbewusste Anspannung der Kaumuskulatur führt zu Überlastung von Muskeln und Gelenken. Neben der zahnmedizinischen Therapie empfehle ich in solchen Fällen Entspannungstechniken und ggf. eine psychologische Begleitung.
Das hängt vom Schweregrad ab. Bei leichten muskulären Beschwerden kann eine Schienentherapie innerhalb von 4–6 Wochen spürbare Besserung bringen. Bei komplexen Fällen mit Gelenkbeteiligung kann die Behandlung mehrere Monate dauern – insbesondere wenn konservative, minimalinvasive und physiotherapeutische Maßnahmen kombiniert werden.
Ja, das ist der übliche Weg. Viele Zahnärzte überweisen ihre CMD-Patienten gezielt an einen Fachzahnarzt für Oralchirurgie oder einen MKG-Chirurgen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder der Verdacht auf eine strukturelle Gelenkpathologie besteht. Sie können aber auch direkt zu uns kommen – eine Überweisung ist nicht zwingend erforderlich.
Ja, und das wird häufig übersehen. Über muskuläre Funktionsketten können Verspannungen der Kaumuskulatur Kopfschmerzen auslösen, die Migräne-Attacken ähneln. Wenn Sie unter wiederkehrenden Kopfschmerzen leiden, die auf herkömmliche Therapie nicht ansprechen, sollte eine CMD als mögliche Ursache abgeklärt werden.
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In einem persönlichen Gespräch untersuche ich Ihre Situation, erkläre die Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten und gebe Ihnen eine fundierte Einschätzung.
Wissenschaftliche Quellen zu Kiefergelenkserkrankungen
Alle Angaben auf dieser Seite basieren auf aktueller wissenschaftlicher Evidenz. Die aufgeführten Quellen dienen der Transparenz.
- 1Schiffman, E., Ohrbach, R., Truelove, E., Look, J., Anderson, G., Goulet, J.-P., List, T., Svensson, P., Gonzalez, Y., Lobbezoo, F., Michelotti, A., Brooks, S. L., Ceusters, W., Drangsholt, M., Ettlin, D., Gaul, C., Goldberg, L. J., Haythornthwaite, J. A., … Dworkin, S. F. (2014). Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders (DC/TMD) for clinical and research applications: Recommendations of the International RDC/TMD Consortium Network and Orofacial Pain Special Interest Group. Journal of Oral & Facial Pain and Headache, 28(1), 6–27. https://doi.org/10.11607/jop.1151
- 2Lobbezoo, F., Ahlberg, J., Raphael, K. G., Wetselaar, P., Glaros, A. G., Kato, T., Santiago, V., Winocur, E., De Laat, A., De Leeuw, R., Koyano, K., Lavigne, G. J., Svensson, P., & Manfredini, D. (2018). International consensus on the assessment of bruxism: Report of a work in progress. Journal of Oral Rehabilitation, 45(11), 837–844. https://doi.org/10.1111/joor.12663
- 3List, T., & Jensen, R. H. (2017). Temporomandibular disorders: Old ideas and new concepts. Cephalalgia, 37(7), 692–704. https://doi.org/10.1177/0333102416686302
- 4Nitzan, D. W., Dolwick, M. F., & Martinez, G. A. (1991). Temporomandibular joint arthrocentesis: A simplified treatment for severe, limited mouth opening. Journal of Oral and Maxillofacial Surgery, 49(11), 1163–1167. https://doi.org/10.1016/0278-2391(91)90409-F
- 5List, T., & Axelsson, S. (2010). Management of TMD: Evidence from systematic reviews and meta-analyses. Journal of Oral Rehabilitation, 37(6), 430–451. https://doi.org/10.1111/j.1365-2842.2010.02089.x
- 6Al-Ani, Z., Davies, S. J., Gray, R. J. M., Sloan, P., & Glenny, A.-M. (2004). Stabilisation splint therapy for temporomandibular pain dysfunction syndrome [aktualisiert 2016]. Cochrane Database of Systematic Reviews, (1), CD002778. https://doi.org/10.1002/14651858.CD002778.pub3
- 7Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) & Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). (2022). S2k-Leitlinie: Instrumentelle zahnärztliche Funktionsanalyse und Kieferrelationsbestimmung (AWMF-Reg.-Nr. 083-017; Version 2.0, gültig bis 07/2027). https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-017
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