Behandlungen
Kieferchirurgie
Hochpräzises Handwerk für Ihre Heilung

Wenn ein Zahn so stark beschädigt ist, dass er nicht erhalten werden kann, muss er aus dem Kiefer entfernt werden. Eine Zahnentfernung kann durch viele Ursachen nötig werden: etwa tiefe kariöse Zerstörung, Schädigung durch fortgeschrittene Parodontitis, Frakturen, unfallbedingte Traumata oder ausgedehnte Entzündungen im Bereich der Wurzeln.
Bei einer mikrochirurgischen Wurzelspitzenresektion therapieren wir eine Entzündung an der Wurzelspitze. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine Wurzelkanalbehandlung oder eine Revision keinen Erfolg hatte.
Die Wurzelspitzenresektion ist bei einer erneuten Infektion oft die einzige Möglichkeit, den betroffenen Zahn zu retten. Die Behandlung kann in örtlicher Betäubung, Dämmerschlaf oder Vollnarkose erfolgen – entsprechend den medizinischen Voraussetzungen und Bedürfnissen des Patienten.
Nach der Öffnung des Zahnfleisches wird die betroffene Region mithilfe von OP-Mikroskopen oder Lupenbrillen präzise untersucht, bevor das gesamte Entzündungsgewebe um die Wurzelspitze entfernt wird.
Um die feinen Kanalverästelungen zu entfernen, die für eine erneute Infektion verantwortlich sein können, wird die Wurzelspitze gekürzt und der Bereich auf zusätzliche Kanalausgänge und Mikrofrakturen untersucht.
Optische Vergrößerungen mit dem Mikroskop oder der Lupenbrille ermöglichen hier eine detaillierte Übersicht. Alle auffindbaren Kanäle werden daraufhin mit feinsten Ultraschallspitzen mikrochirurgisch dargestellt und gereinigt.
Dank dieser Methode können wir eine zahnsubstanzschonende und hochpräzise Kanalreinigung vornehmen. Anschließend werden die Kanäle bakteriendicht verschlossen, um eine erneute Infektion zu vermeiden und den betroffenen Zahn so lange wie möglich zu erhalten.
Bei Bedarf kann die entstandene Knochenhöhle mit einem Material zur schnelleren Knochenheilung gefüllt werden. Zuletzt wird das Zahnfleisch wieder verschlossen und nach ungefähr einer Woche kann die Naht entfernt und die Therapie abgeschlossen werden.
Weisheitszähne können Entzündungen und Beschwerden an Zahnfleisch und Kiefer verursachen – vor allem, wenn sie schief im Kiefer liegen und nicht vollständig durch das Zahnfleisch hervortreten. Dann bleiben sie teilweise oder ganz von Schleimhaut bedeckt, können für Entzündungen sorgen und umliegende Zähne verschieben. In solchen Fällen sollten sie entfernt werden.
Je nach Anzahl und Position der zu entfernenden Zähne, kann die Behandlung auf einen Eingriff oder auf mehrere Eingriffe aufgeteilt werden. Unsere Fachärzte beraten Sie selbstverständlich gern dazu.
Durch unsere modernen und schonenden chirurgischen Methoden können wir die Weisheitszahnentfernung nahezu schmerzfrei in lokaler Betäubung durchführen. Auf Ihren Wunsch ist die Behandlung auch in Dämmerschlaf oder Vollnarkose möglich.
Nach der Entfernung wird die entstandene Wunde mit feinem Nahtmaterial fixiert oder verschlossen. Nach ungefähr einer Woche werden die Fäden wieder entfernt und Sie können wieder wie gewohnt kauen.
Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die sich aus unterschiedlichen Ursachen im Knochen und im Weichgewebe bilden. Sie zeichnen sich durch ein langsames, ihr Umfeld verdrängendes Wachstum aus. Häufig werden sie nicht bemerkt, weil sie – besonders zu Beginn – keinen Druck und keine Schmerzen verursachen.
Bei einer großen Ausdehnung der Zyste kann es zu Beschwerden, wie Schwellungen, Verschiebungen der Zähne oder Schmerzen, kommen.
Weshalb sich Zysten bilden
Die Ursache für Zysten sind meistens entzündete oder abgestorbene Zähne. Aber auch von verlagerten Zähnen, beispielsweise Weisheitszähnen, können Zysten ausgehen. Im Weichgewebe hingegen kann es durch Verstopfung kleiner und/oder großer Speicheldrüsen zu Speichelzysten kommen.
Zysten müssen operativ behandelt werden. Dafür entfernen wir das komplette Zystengewebe vorsichtig aus dem Knochen bzw. dem Weichgewebe, schonen dabei die umgebenden Gewebe wie Nerven und Nachbarzähne und vernähen die Wunde abschließend dicht.
Abhängig von der Größe und Lage der Zyste kann es erforderlich sein, den entstandenen Hohlraum mit Knochenersatzmaterialien und/oder Eigenknochen aufzufüllen, damit eine vollständige Heilung gelingt.
Geht die Zyste von einem Zahn aus, nehmen wir im Zuge der Zystenentfernung auch die Therapie am entsprechenden Zahn vor – etwa mittels einer Zahnentfernung oder einer Wurzelspitzenresektion.
Die Behandlung einer Zyste ist meist in örtlicher Betäubung durchführbar, kann aber auch in Dämmerschlaf oder Vollnarkose stattfinden.
Bei anschwellenden, eitrigen Entzündungen im Kieferbereich ist eine sofortige Behandlung nötig. Die häufigste Ursache für eine solche Abszessbildung ist ein entzündeter Zahn.
Wir öffnen den Abszess in örtlicher Betäubung, was eine schnelle Besserung für den Patienten bewirkt und die gefährliche Ausbreitung der Entzündung, etwa in Richtung Auge oder in den Bereich von Rachen und Hals, verhindert.
Sobald die akute Entzündung abgeklungen ist, folgt in der Regel die Therapie des Zahnes, der die Entzündung verursacht hat.
Die Lippenbändchen liegen mittig auf der Innenseite der Lippe. Wenn ein Lippenbändchen besonders tief ansetzt, kann das zu einer Lücke zwischen den Frontzähnen führen. Eine ausschließlich kieferorthopädische Behandlung dieser Lücke ist ohne eine Korrektur des Lippenbändchens meist nicht oder nur erschwert möglich.
Ein Lippenbändchen mit zu tiefem Ansatz kann – durch den Zug, den es verursacht – auch zu einem Rückgang des Zahnfleischs um die angrenzenden Zähne führen. Entzündungen des Zahnfleischs und freiliegende Wurzeloberflächen können Folgen davon sein, die vermehrt bei den Frontzähnen des Unterkiefers auftreten. Durch eine Korrektur des Bändchens entlasten wir das Zahnfleisch und minimieren diese Risiken.
In manchen Fällen muss das Lippenbändchen durchtrennt und gekürzt sowie das darunterliegende Gewebe vom Knochen gelöst und verlagert werden, um ein erneutes Einwachsen des Bändchens zu verhindern.
Wir führen diesen kleinen Eingriff schonend und schmerzfrei durch, damit Sie als Patient schnell wieder gesund sind.
Der Verlust von Zähnen führt langfristig auch zum Rückgang des Kieferknochens. Dieser Rückgang führt oft auch zu einer Veränderung des Weichgewebes, was wiederum den Halt eines Zahnersatzes beeinträchtigen kann.
Bildet sich der Kieferknochen immer weiter zurück, verhindern die Bänder an Lippen und Wangen – sowie die ansetzenden Muskeln – einen festen Sitz Ihrer Prothese. Das Bindegewebe ist oft zu weich und beweglich, um Ihre Prothese stabil zu tragen.
Durch chirurgische Maßnahmen an Knochen und Mundschleimhaut verbessern wir den Halt, schaffen ein gutes Prothesenlager und ermöglichen so einen einwandfreien Sitz für Ihren Zahnersatz.
Als Teil der Nasennebenhöhlen liegen die Kieferhöhlen rechts und links der Nase oberhalb des Oberkiefers. Sie sind mit Schleimhaut ausgekleidet und werden über eine Verbindung zur Nase belüftet.
Bei entzündlichen oder krankhaften Veränderungen in der Kieferhöhle (z.B. Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis) kommt es zu Schleimhautschwellungen und zur Verengung oder zum Verschluss dieser Verbindung. Das verhindert den Luftaustausch und das von der Schleimhaut gebildete Sekret kann nicht mehr abfließen. Kopfschmerzen, verminderter Luftstrom durch die Nase und häufiger Schnupfen sind typische Symptome.
Ursachen für die Verengung können Schleimhautschwellungen durch Allergien oder Entzündungen, aber auch Polypen oder Schleimhautzysten sein. Da der Boden der Kieferhöhle sehr nah über den Wurzeln der oberen Seitenzähne liegt, rufen häufig auch geschädigte Zähne oder Implantate eine Entzündung der Nebenhöhle hervor. In seltenen Fällen kommt es zu einer Verlagerung eines Fremdkörpers in die Kieferhöhle, wodurch ebenfalls eine entzündliche Reaktion entstehen kann.
Wann ist eine Operation nötig?
Wenn eine medikamentöse Therapie (Antibiotika, abschwellende Nasentropfen, antiallergische Behandlungen) erfolglos bleibt, ist eine operative Reinigung der Kieferhöhle nötig. Darüber hinaus muss eine operative Polypen- oder Fremdkörperentfernung vorgenommen werden.
Geht die Kieferhöhlenentzündung von einem schadhaften Zahn aus, muss zudem der Zahn behandelt werden. In der Regel führen wir vor einer Operation eine dreidimensionale Röntgenuntersuchung durch, um die genaue Lage und Ausdehnung der Entzündung innerhalb der Kieferhöhle zu bestimmen.
Wie läuft die Operation ab?
Wird ein entzündeter Zahn oder ein entzündetes Implantat entfernt oder eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt, kommt es meist zur Öffnung der Kieferhöhle und damit zu einer Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle. Über diese Öffnung führen wir mit mikrochirurgischen Instrumenten und mithilfe von optischen Vergrößerungen (OP-Mikroskop, Lupenbrille) die Entfernung des Entzündungs- oder Zystengewebes aus der Kieferhöhle durch.
Anschließend verschließen wir die entstandene Öffnung mit einer dichten Schleimhautnaht über der Wunde. So verhindern wir, dass eine Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle bestehen bleibt und sich weitere Entzündungen bilden können.
Ist eine Operation ohne die gleichzeitige Behandlung eines Zahnes notwendig (z. B. bei Polypen- oder Fremdkörperentfernung), schaffen wir oberhalb der oberen Seitenzähne einen kleinen Zugang durch den Knochen zur Kieferhöhle. Über diesen Zugang gelangen wir problemlos an die betroffenen Bereiche. Anschließend wird der Zugang wieder verschlossen.
Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung, aber auch in Dämmerschlaf oder Vollnarkose erfolgen.
Nach der Operation
In den ersten Tagen nach der Operation kommt es neben einer Schwellung der Wange oft zu Abfluss von Blut oder Sekret aus der Nase und/oder im Rachen. Das ist normal und liegt an der Wunde in der Nebenhöhlenschleimhaut.
Wichtig ist, dass Sie in den ersten 10 bis 14 Tagen die Nase nicht schnäuzen und auch beim Niesen die Nase nicht verschließen, da sonst ein zu starker Druck in den Nebenhöhlen entsteht und die Wunde sich wieder öffnen kann. Außerdem sollten Sie körperliche Anstrengung (Bücken, schweres Heben oder Sport) anfangs vermeiden.
Selbstverständlich informieren wir Sie im Rahmen der individuellen Beratung und Besprechung vor dem Eingriff präzise über die Behandlungsschritte und die Nachsorge.
Wenn einer oder mehrere Zähne so im Kiefer heranwachsen, dass sie nicht die für sie vorgesehene Lücke ausfüllen, spricht man von einem verlagerten Zahn. In der Regel wird der Zahn dann mit einer kieferorthopädischen Therapie wieder in seine vorgesehene Position gebracht.
Wenn der Zahn jedoch unter einem Milchzahn oder der Schleimhaut liegt, muss er zunächst freigelegt werden. In einem schonenden, mikrochirurgischen Eingriff entfernen wir – gegebenenfalls – den Milchzahn und versehen den betroffenen Zahn mit einem kieferorthopädischen Bracket, an dem eine kleine Kette befestigt ist.
Über diese Kette wird der Zahn anschließend von Ihrem Kieferorthopäden in die bestehende Apparatur eingebunden und in die vorgesehene Position gebracht.
Immer mehr Patienten entscheiden sich für eine kieferorthopädische Zahnkorrektur – meist sind es Jugendliche, aber auch immer mehr Erwachsene.
Für die Korrektur von Zahnfehlstellungen kommen unterschiedliche kieferorthopädische Behandlungen zum Einsatz. Damit die Zähne an die richtige Stelle bewegt werden können, braucht es eine stabile Verankerung für die eingesetzte Apparatur. Oft eignen sich dafür die hinteren Backenzähne.
Doch wenn z. B. Zähne fehlen oder gelockert sind, müssen zusätzliche Anker geschaffen werden. Hier helfen Mini-Implantate, die nur für den Zeitraum der kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt werden und in vielen Fällen eine schnellere Zahnbewegung und damit eine kürzere Therapiedauer ermöglichen.
Mini-Implantat statt Standard-Implantat?
Im Vergleich zu Standard-Implantaten für festen Zahnersatz sind die kieferorthopädischen Implantate kürzer und haben einen geringeren Durchmesser – Mini-Implantate eben. Deshalb können wir sie mit geringem chirurgischen Aufwand, in örtlicher Betäubung, schonend in den Knochen einsetzen.
In Absprache mit Ihrem Kieferorthopäden wird die genaue Position und Anzahl der notwendigen Implantate geplant. Nachdem wir die Mini-Implantate gesetzt haben, werden sie vom Kieferorthopäden in die bestehende Apparatur miteinbezogen und sorgen so für die vorgesehenen Zahnbewegungen.
Abschluss der Therapie
Die Beschaffenheit der Implantate erlaubt uns eine unkomplizierte Entfernung ohne bleibende Defekte am Kieferknochen oder der Schleimhaut. Ist die kieferorthopädische Therapie beendet, entfernen wir die Implantate schmerzfrei. Die zurückbleibende, minimale Knochenwunde verheilt schnell.
Immer mehr Patienten werden aufgrund von Allgemeinerkrankungen mit Medikamenten behandelt, die Wirkstoffe wie Bisphosphonate oder Denosumab enthalten. Gängige Präparate sind beispielsweise Zometa®, Bondronat®, Bonviva®, Fosamax®, Prolia® oder XGeva®.
In den meisten Fällen dienen diese Medikamente zur Stabilisierung des Knochens bei Erkrankungen des Knochenstoffwechsels wie der Osteoporose, aber auch bei Tumorerkrankungen mit Knochenmetastasen (v. a. Brust- und Prostatakarzinom), multiplem Myelom oder Morbus Paget.
Medikamente aus dieser Gruppe können teils starke Nebenwirkungen im Kieferknochen mit sich bringen. Für Patienten, die Bisphosphonat-Präparate einnehmen, ist es daher besonders wichtig, auf die Mundgesundheit zu achten.
Bevor eine Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab beginnt, sollten alle notwendigen zahnärztlichen und kieferchirurgischen Behandlungen durchgeführt werden. Denn: Ein entzündungs- und reizfreier Kiefer birgt ein deutlich geringeres Risiko für Komplikationen während der Medikation.
Tritt kieferchirurgischer Behandlungsbedarf während der Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab auf, minimieren wir die Risiken mit modernen, schonenden chirurgischen Verfahren. In Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt achten wir auch auf die bestmögliche zeitliche Organisation Ihrer Behandlungen.
Selbstverständlich führen wir mit Ihnen vor jedem Eingriff ein ausführliches Aufklärungs- und Beratungsgespräch, um die notwendigen Maßnahmen zu planen.
An allen Schleimhautbereichen des Mundes (Wangen, Lippen, Zunge, Mundboden, Zahnfleisch, Gaumen, Rachen) kann es zu Veränderungen kommen. Diese sind in ihrer Ausprägung und Entstehung sehr unterschiedlich.
Es kann zu farblichen Veränderungen kommen (z. B. weißlich oder rötlich), zu Änderungen an der Oberflächenstruktur der Schleimhaut und zur Bildung von Knoten, Blasen oder Wucherungen. Letztere können schmerzhaft sein, bleiben oft aber beschwerdefrei und fallen erst bei der zahnärztlichen Kontrolluntersuchung auf.
Bei jeder Mundschleimhautveränderung, die über einen längeren Zeitraum besteht, sollte eine Untersuchung erfolgen. Je nach Diagnose entnehmen wir, unter örtlicher Betäubung der betroffenen Stelle, eine Gewebeprobe oder entfernen die gesamte Veränderung, um sie anschließend untersuchen zu lassen.
Vor Operationen und Behandlungen, die den gesamten Körper schwächen, muss der Zahn-, Mund- und Kieferbereich auf Entzündungen und Reizfaktoren untersucht werden.
Das gilt beispielsweise für Herzoperationen (insbesondere Herzklappenersatz), Organtransplantationen, Gelenkersatz, Tumorbehandlungen mit Bestrahlung oder Chemotherapie, aber auch für medikamentöse Behandlungen mit Bisphosphonaten bzw. monoklonalen Antikörpern – z. B. bei Osteoporose.
Nach diesen Behandlungen sind Zähne und Kieferknochen anfälliger für Entzündungen, die für den geschwächten Körper zu Komplikationen führen können. Außerdem gehen zahnärztliche und insbesondere kieferchirurgische Eingriffe in dieser Phase mit einem erhöhten Komplikationsrisiko einher.
Bei akuten oder chronischen Entzündungen im Kiefer und an den Zähnen müssen diese vor der geplanten Therapie behandelt werden – damit unmittelbar danach keine zahnärztlichen oder kieferchirurgischen Eingriffe durchgeführt werden müssen.
Damit Sie die geplante Therapie sicher starten können, untersuchen wir Ihren Zahnstatus, Zahnfleisch und umgebende Weichgewebe, Zahnersatz, Implantate und die Kiefer, unter anderem mithilfe von digitalen Röntgenaufnahmen. Sollte eine Vorab-Behandlung notwendig sein, planen wir diese in Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Arzt und Ihrem Hauszahnarzt für optimale Zeitabläufe zwischen den Behandlungsschritten.
Nachsorge ist so wichtig wie Vorsorge
Nach Ihrer Behandlung oder Operation sollten Sie regelmäßig zur Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt gehen. Insbesondere in Folge einer Bestrahlung und/oder Chemotherapie treten oft Symptome wie Mundtrockenheit und Veränderungen der Mundschleimhaut auf. Dadurch werden Zähne anfälliger für Karies und Schleimhaut sowie Knochen anfälliger für Entzündungen.
Regelmäßige Zahnreinigung und die wiederholte Untersuchung des Zahn-, Mund- und Kieferbereichs sind unerlässlich. Wir beraten und unterstützen Sie dabei nach Ihren persönlichen Bedürfnissen.
Parodontalchirurgie
Gesunde Zähne beginnen beim Zahnfleisch

Die frühe Form der Parodontitis ist die sogenannte Gingivitis. Bei einer Gingivitis steigt die Menge an Bakterien durch Ansammlungen von Zahnbelägen und Zahnstein, was wiederum das Zahnfleisch schädigt. Wird die Gingivitis zu spät oder nicht behandelt, entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen.
Bei der Parodontitistherapie entfernen wir die harten und weichen Zahnbeläge und beseitigen so die Bakterien. Die Behandlung kann schmerzfrei in örtlicher Betäubung innerhalb von zwei Sitzungen erfolgen.
Eine sogenannten Full-Mouth-Desinfection erfolgt in einer Sitzung und kann unter Vollnarkose durchgeführt werden. Hierbei werden alle Beläge von der Zahnoberfläche und aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Zudem werden Spülungen und Gels eingesetzt, um die Bakterienmenge zu reduzieren. Bei aggressiven Formen der Parodontitis kann auch die Einnahme von Antibiotika hilfreich sein.
In manchen Fällen, etwa wenn die Zahnfleischtaschen zu tief sind oder ein ungünstiger Knochenverlauf an den Zähnen vorliegt, kann ein chirurgischer Eingriff nötig werden.
Nach einer nicht-chirurgischen Therapie zur Beseitigung der Entzündung folgt die Entfernung des überschüssigen Zahnfleisches oder die Korrektur des Knochenverlaufs. Das erleichtert Patienten die Mundhygiene zu Hause und verhindert somit neue Infektionen. Zusätzlich kümmern wir uns um die Reinigung tiefer Zahnfleisch- und Knochentaschen.
Der gesamte Eingriff findet schmerzfrei und schonend sowie mikrochirurgisch in örtlicher Betäubung oder auf Wunsch in Vollnarkose statt.
Wenn eine parodontale Infektionen weit fortschreitet kann sie zu Knochenverlust führen, der wiederum zu Zahnverlust führen kann. Diese Knochendefekte lassen sich – nach vorangegangener Therapie – teilweise wieder aufbauen, was für Patienten z. B. bei der Versorgung mit Implantaten helfen kann.
Bei der Knochenregeneration kommen sowohl Eigenknochen als auch Knochenersatzmaterial zum Einsatz. In Kombination mit speziellen Proteinen – z. B. in Form von Emdogain® – kann zusätzlich eine verbesserte Regeneration des Hart- und Weichgewebes erzielt werden. Emdogain® lässt sich als Gel sehr leicht mit dem gewünschten Ersatzmaterial kombinieren. So lassen sich sowohl Knochen als auch Gewebe regenerieren.
Wenn das Zahnfleisch zurückgeht und Zahnhälse dadurch freiliegen (Rezession), kann eine das eine schmerzhafte und ästhetische Beeinträchtigung für Patienten sein.
Zur Behandlung kann körpereigenes Gewebe aus dem Bereich der Mundhöhle transplantiert werden – ganz ohne Schmerzen. So können temperaturempfindliche, freiliegende Zahnhälse schonend behandelt und auch ästhetisch korrigiert werden.
Im umgekehrten Fall – bei zu viel Zahnfleisch und zu kurzer Zahnkrone – können wir ebenfalls eine mikrochirurgische Korrektur vornehmen. Dabei entfernen wir das überschüssige Zahnfleisch, sodass der Zahn seine Funktion besser erfüllt und zur natürlichen Ästhetik passt.
Unsere Chirurgen bieten Ihnen das gesamte Spektrum modernster Parodontalchirurgie. Alle Behandlungen können in örtlicher Betäubung, in Dämmerschlaf oder Vollnarkose erfolgen.
Kiefergelenkserkrankungen
Individuelle Therapien für mehr Freude am Kauen

Die Funktionsanalyse Ihres Kiefers ist das Fundament einer passgenauen Therapie. Sie hilft uns zu verstehen, ob Ihre Kaumuskulatur und Ihre Kiefergelenke so funktionieren, wie sie sollen – oder, ob Abweichungen vorliegen.
Dafür tasten wir die Kaumuskulatur ab und hören den Bereich der Kiefergelenke nach Geräuschen ab. Mithilfe einer instrumentellen Diagnostik wird Ihre individuelle Kiefersituation in ein Bewegungsmodell übertragen, was uns dabei unterstützt, mögliche Auslöser für Ihre Beschwerden festzustellen und anschließend zu behandeln.
Beschwerden am Kiefergelenk können auch durch muskuläre Verspannungen entstehen. Neben Ihrer individuellen Aufbiss-Schienen zeigen wir Ihnen gern Übungen für zu Hause, die Verspannungen lindern und die Kiefergelenke reaktivieren.
Bei tiefgreifenderen Beschwerden mit der Kaumuskulatur, aber auch der Nacken- und Rückenmuskulatur wie des gesamten Bänder- und Sehnenapparates, arbeiten wir mit spezialisierten Physiotherapeuten zusammen. So unterstützen wir Ihre Therapie zusätzlich, für einen umfassenden Heilungserfolg.
Eine sogenannte Entlastungs-Schiene, umgangssprachlich auch Knirscher-Schiene, ist ein herausnehmbarer Schutz der Zähne. Er hilft insbesondere Patienten, die nachts ihre Zähne aufeinander knirschen und dadurch verschiedene Beschwerden hervorrufen.
Die Schiene besteht aus Kunststoff und hilft dabei, die Missverhältnisse zwischen Ober- und Unterkieferzähnen auszugleichen. Die Entlastung, vor allem durch nächtliches Tragen, bewirkt oft schon nach kurzer Zeit eine deutliche Linderung oder gar den Rückgang Ihrer Beschwerden. Wir fertigen Ihnen gern eine entsprechende Schiene an.
Schnarchen ist weit verbreitet: Ungefähr 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der über 60-jährigen Frauen schnarchen.
Lautes Schnarchen führt häufig zu genervten Partnern und kann die Beziehung belasten. Es kann aber auch ein Anzeichen für das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom darstellen. Dabei kommt es zu nächtlichen Atemaussetzern, die eine verminderte Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers nach sich ziehen. Die Folgen: Mangel an Tiefschlafphasen, übermäßige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
Durch spezielle Schienen können wir in vielen Fällen Abhilfe schaffen und das Schnarchen reduzieren. Eine individualisierte Schiene kann den Unterkiefer nach vorne verlagern und so die Rachenenge verhindern, die die Luftzufuhr verringert und das Schnarchen verursacht.
So schlafen Sie wieder besser, starten erholt in den Tag – und heben die Stimmung am Frühstückstisch.
Zahnangst
Wir behandeln Sie sanft, schmerzfrei und sicher

Viele Menschen haben Angst vor zahnärztlichen Eingriffen. Bei manchen führt die Angst so weit, dass sie jahrelang keine Termine und notwendigen Behandlungen bei ihrem Zahnarzt vereinbaren. Hier kann ein Teufelskreis beginnen: Denn der Behandlungsbedarf wird immer größer – und damit auch die Hemmschwelle für die Behandlung. Das trifft besonders auf chirurgische Eingriffe zu.
Diesen Teufelskreis können wir unterbrechen. Im Bereich von zahnärztlichen und kieferchirurgischen Behandlungen stehen uns modernste Methoden zur Verfügung, mit denen wir Sie schonend, sicher und schmerzfrei therapieren können.
Die Gründe für Zahnarztangst liegt häufig in zurückliegenden traumatischen Erlebnissen. Daher nehmen wir uns für Ihre Anliegen Zeit und gehen während eines ausführlichen Beratungs- und Aufklärungsgesprächs auf Ihre Ängste ein. Gemeinsam planen wir die Behandlung sowie den Therapieablauf nach Ihren Bedürfnissen.
Um für Ihre schmerzfreie Behandlung eine ausreichende Betäubung zu erreichen, stehen uns verschiedene Anästhesieverfahren zur Verfügung.
In Zusammenarbeit mit unseren erfahrenen Anästhesie-Fachärzten finden wir das für Sie geeignete Verfahren der Betäubung, um Sie zu jeder Zeit sicher und erfolgreich zu behandeln.
Die örtliche Betäubung ist die gängigste Form der Anästhesie. Sie wird mit einer Spritze verabreicht und sorgt für eine zuverlässige Schmerzausschaltung im zu behandelnden Kieferbereich. Dank sehr feiner Nadeln ist der Einstich kaum bemerkbar.
Darüber hinaus können wir vor der Injektion zusätzlich den entsprechenden Bereich der Haut oder Schleimhaut mithilfe eines Sprays oberflächlich betäuben, sodass die Injektion fast schmerzlos erfolgt.
Für den sogenannten Dämmerschlaf werden Sie durch unsere Anästhesie-Fachärzte in einen ruhigen, tief entspannten Zustand versetzt, in dem Sie zwar wach und ansprechbar sind, dabei die stattfindende Behandlung und Ihr Umfeld aber nur schwach wahrnehmen.
Im Dämmerschlaf verändern sich Zeitwahrnehmung und Erinnerung, sodass Sie den Eingriff als sehr kurz empfinden und/oder phasenweise nicht erinnern werden. Auf diese Weise lassen sich in Kombination mit örtlicher Betäubung Schmerzen vermeiden und die Anspannung bei der Behandlung erfolgreich und sicher lösen.
Selbstverständlich werden Sie während der gesamten Behandlung durch das Anästhesie-Team überwacht und können durch den schnellen Abbau der Medikamente die Praxis schon bald nach dem Eingriff in Begleitung wieder verlassen.
Voraussetzungen für eine Behandlung in Dämmerschlaf
Um die Betäubung sicher und erfolgreich durchführen zu können, ist es unerlässlich, dass Sie vor dem Eingriff mindestens sechs Stunden lang nüchtern sind (weder essen noch trinken).
Nach der Narkose dürfen Sie die Praxis nur zusammen mit einer erwachsenen Begleitperson verlassen und nicht selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der Terminplanung.
Selbstverständlich führen unsere Anästhesie-Fachärzte vor dem Eingriff mit Ihnen ein ausführliches Aufklärungsgespräch.
Kostenübernahme für den Dämmerschlaf
Die Leistungen, die für den Dämmerschlaf anfallen, werden in der Regel nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen, sondern Ihnen privat in Rechnung gestellt.
Im Rahmen der Beratung und Besprechung vor dem Eingriff geben wir Ihnen dazu gerne präzise Informationen.
Reicht der Dämmerschlaf zur Schmerzausschaltung und Angstlösung nicht aus, können wir Ihre Behandlung in Vollnarkose durchführen. Diese Form der Anästhesie ist dank moderner und schonender Methoden sehr sicher und gut verträglich.
Unsere Anästhesie-Fachärzte verwenden die moderne, sogenannte total-intravenöse Anästhesie (TIVA), um einen künstlichen Schlaf zu bewirken. Die Narkose-Medikamente werden computergesteuert dosiert, um eine gleichmäßige, zuverlässige und sichere Schlaftiefe zu erreichen, die während des gesamten Behandlungszeitraums exakt kontrolliert wird. So werden Risiken und Komplikationen minimiert.
Selbstverständlich werden Sie während der gesamten Behandlung durch das Anästhesie-Team überwacht. Nach der Operation erwachen Sie umgehend, sind ansprechbar und werden in unserem Aufwachraum betreut. Anschließend können wir Sie in Begleitung nach Hause entlassen.
Voraussetzungen für eine Behandlung in Vollnarkose
Nach der Narkose dürfen Sie die Praxis nur zusammen mit einer erwachsenen Begleitperson verlassen und nicht selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der Terminplanung.
Um die Betäubung sicher und erfolgreich durchführen zu können, ist es unerlässlich, dass Sie vor dem Eingriff mindestens sechs Stunden lang nüchtern sind (weder essen noch trinken).
Selbstverständlich führen unsere Anästhesie-Fachärzte vor dem Eingriff mit Ihnen ein ausführliches Aufklärungsgespräch.
Kostenübernahme der Vollnarkose
Die Leistungen, die für eine Vollnarkose anfallen, werden in der Regel nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen, sondern Ihnen privat in Rechnung gestellt.
Im Rahmen der Beratung und Besprechung vor dem Eingriff geben wir Ihnen dazu gerne präzise Informationen.
Wir wissen, dass ein Besuch
in der Kieferchirurgie Fragen
aufwerfen kann.
Wir nehmen uns Zeit, erklären jeden Schritt und sorgen dafür, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin – wir kümmern uns um den Rest.

